Das kuriose Eigentor des jungen Torhüters Aleksandar Jovanovic von RB Salzburg beim 15. BWK-Arena-Cup in Ilshofen verbreitet sich in den sozialen Medien rasant. Bitterer hätten die Österreicher gegen den späteren Turniersieger Mönchengladbach nicht ausscheiden können.
Beim 15. BWK-Arena-Cup gab es einige Premieren: Die U-15-Fußballer von Borussia Mönchengladbach gewannen erstmals das Turnier in Ilshofen, die Fohlen sind neben Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und RB Salzburg seit dem ersten BWK-Arena-Cup im Jahr 2010 dabei. Ihre Debüts feierten hingegen Ajax Amsterdam und der FC Augsburg, die gleich auf den Plätzen 2 und 3 landeten.
Seine Premiere feierte auch das Golden Goal – und spektakulärer hätte die nicht ausfallen können. Im Viertelfinale zwischen RB Salzburg und Gladbach (2:3) wurde der neue Modus angewendet, bei dem bei Unentschieden nach regulärer Spielzeit kein Neunmeterschießen folgt, sondern Drei-gegen-drei gespielt wird. Sollte kein Tor fallen, wird nach einer Minute auf Zwei-gegen-zwei reduziert, und dann sogar auf Eins-gegen-eins – immer mit Torhüter noch. Zum großen Pechvogel wurde RB-Keeper Aleksandar Jovanovic, dessen Schuss an die gegnerische Latte ging, der Ball flog zurück und rollte ins Salzburger Tor. Schon kurz nach Turnierende ging dieses kuriose Eigentor viral. Ein Fall für das Kacktor des Jahres 2026? Ein schwacher Trost für den jungen Torhüter, den seine Trainer und Teamkollegen wieder aufbauen mussten, nachdem er dem Ball hinterherhechtend zappelnd im Tornetz gelandet war.
Aber: Dieses Golden-Goal-Format war ein belebendes Element und zeitlich deutlich kürzer als ein Neunmeterschießen. Die Fans flippten aufgrund des dramatischen Verlaufs regelrecht aus. Man muss eh sagen, dass die grandiose Stimmung am Wochenende in der Arena Hohenlohe beim nächsten BWK-Arena-Cup nur schwer zu toppen sein dürfte. Reihenweise bedankten sich bei der Siegerehrung die Spieler dafür – und auch bei den Gasteltern sowie für die herausragende Organisation des Turniers.
Dario Caeiros rechte Hand Jens Betsch, beide federführend in der Organisation, erlebte auch eine Premiere – allerdings eine nicht so schöne. Er konnte erstmals nicht bei einem BWK-Arena-Cup vor Ort sein, musste stattdessen das Krankenbett hüten. Betsch kümmerte sich aber schon um das nächste Turnier, erstellte am Samstag die Sponsorenmappe für den BWK-Arena-Cup 2027. Wer daran genau teilnehmen wird, wird die Organisatoren fordern – denn am liebsten würden alle Vereine wiederkommen. Aber es gibt ja auch noch den VfL Wolfsburg, RB Leipzig und den Hamburger SV, die ihre Teilnahme wetterbedingt absagen mussten.

